Die Künstler des 2. Kammerkonzerts

Simon Höfele

 

Der 22-jährige Simon Höfele ist einer der spannendsten Trompeter der jungen Generation.

Er debütierte bereits mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Semyon Bychkov, ist Preisträger des Sonderpreises „U21“ des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD und des Deutschen Musikwettbewerbs 2016, sowie das aktuelle „SWR2 New Talent“ im dreijährigen Förderprogramm des SWR.

Simon Höfele spielte Solokonzerte mit Shanghai Philharmonic, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Beethoven Orchester Bonn, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Stuttgarter Kammerorchester sowie dem dogma chamber orchestra.

Neben dem bekannten Trompetenrepertoire von Telemann über Tartini, Haydn, Hummel, Mozart bis zu Jolivet, Arutjunjan und Zimmermann widmet sich Simon Höfele immer wieder auch zeitgenössischer Musik. So brachte er 2012 zusammen mit Reinhold Friedrich und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter Leitung von Matthias Pintscher das Doppelkonzert für zwei Trompeten von Pintscher zur Uraufführung, 2015 folgte „Tangle“, ein Werk für Solotrompete und Brass Quintett von Nina Senk, sowie „Imaginary Garden“ von Hope Lee im Rahmen eines Meisterkurses an der School of Creative and Performing Arts der University of Calgary.

Mit ebenso großer Begeisterung spielt Simon Höfele Kammermusik in verschiedensten Besetzungen. Zu seinen Partnern zählen unter anderem die Pianisten Frank Dupree, Magdalena Müllerperth und Eriko Takezawa sowie die Blockflötistin Kristina Schoch.

Zu seinen weiteren Preisen und Auszeichnungen gehören der 1. Preis der Reinhold Friedrich International Trumpet Competition Lissabon (11/2016), der zweimalige Gewinn des Concours Européen de Jeunes Trompettistes in Alencon/Frankreich, der 1. Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2015 sowie diverse 1. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Höfele ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben (u. a. Gerd Bucerius-Stipendiat), der Hummel-Gesellschaft Weimar, der Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen, der Oscar und Vera Ritter Stiftung und der Da Ponte Stiftung Darmstadt. Außerdem wurden ihm der Förderpreis Kultur der Stadt Darmstadt (2012), der Bruno Frey Musikpreis (2013) und der Förderpreis der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e.V. (2016) verliehen.

Simon Höfele, geboren 1994, erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Trompetenunterricht in seiner Heimat Darmstadt, fünf Jahre später wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, der ihn als 14-Jährigen in seine Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe aufnahm. Ein Jahr später wurde er Mitglied im Bundesjugendorchester, anschließend auch im Gustav-Mahler-Jugendorchester und der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Zudem besuchte er Kurse beim Ensemble Modern, bei German Brass und erhielt Unterricht bei renommierten Professoren wie Edward H. Tarr, Klaus Schuhwerk, Wim van Hasselt, Frits Damrow, Urban Agnas, Luis Gonzalez, Peter Lohse, Hannes Läubin, Kristian Steenstrup, Eric Aubier und Jeroen Berwaerts.

Simon Höfele engagiert sich neben seinen musikalischen Projekten auch kulturpolitisch und gründete den Verein „Kunstverlust“, für den er als Fotograf Menschen porträtiert, die sich aktiv für Kunst und gegen deren Zerstörung einsetzen.

Magdalena Müllerperth

 

Klar durchdachtes und zugleich emotional tiefes Klavierspiel - dafür steht die junge Pianistin Magdalena Müllerperth. Mit ihren stets originell gestalteten Programmen beeindruckte sie bereits in jungen Jahren ihre Zuhörer sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa und den USA. Das vielseitige Repertoire erstreckt sich von der barocken bis zur zeitgenössischen Musik, wobei sie oft unbekannte und selten gespielte Werke in ihre Programme einbezieht.
Als souveräne Virtuosin mit großer Musikalität ist Magdalena Müllerperth eine gefragte Pianistin. Bei Rezitals überzeugte sie mit ihrem facettenreichen Spiel sowohl in namhaften Konzertsälen wie der Stuttgarter Liederhalle, dem Franziskaner Konzerthaus und der Steinway Hall in New York als auch bei führenden Festivals wie dem Nymphenburger Sommer München, dem Moritzburg Festival Dresden, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Kissinger Sommer, den Maulbronnen Klosterkonzerten und den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Außerdem konzertierte sie als Solistin mit national wie international renommierten Orchestern. So trat sie unter anderem mit den Stuttgarter Philharmonikern, der Tschechischen Philharmonie, dem Minnesota Orchesta, dem Berner Symphonieorchester, der Staatsphilharmonie Braunschweig und der George Enescu Filarmonia Bukarest auf. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Mario Venzago, Simon Gaudenz, Josep Caballe-Domenech und Jiří Bělohlávek. Im letzten Jahr war sie mit den Stuttgarter Philharmonikern und dem Staatsorchester Braunschweig erfolgreich auf Tournee.
Magdalena Müllerperth ist Preisträgerin von mehr als 30 nationalen und internationalen Wettbewerben, die das große Talent der jungen Künstlerin bezeugen. Besonders ragen ihre ersten Preise beim Kissinger Klavierolymp 2012, bei dem sie auch den Publikumspreis gewann, und bei den Nadja-Reisenberg-Awards New York 2014 heraus. Von Magdalena Müllerperths Interpretationskunst zeugen auch ihre Tonaufnahmen. Auf ihrer dritte CD, ein Livemitschnitt aus dem Alten Sendesaal Bremen, ist sie mit Werken von Beethoven, Brahms, Schubert und Berg zu hören.
Die 1992 in Pforzheim geborene Pianistin wurde seit ihrem siebten Lebensjahr von der  Konzertpianistin und Pädagogin Prof. Sontraud Speidel unterrichtet und gefördert. Als fünfzehnjährige setzte sie ihre Ausbildung bei Prof. Alexander Braginsky in den USA fort. In New York schloss sie 2014 als Schülerin von Prof. Jerome Rose ihren Bachelor of Music ab. Seit 2014 studiert sie in der Klasse von Prof. Klaus Hellwig an der Universität der Künste in Berlin. Magdalena Müllerperth ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und der Kunststiftung Baden-Württemberg. In der
kommenden Saison 2016/17 ist die Künstlerin auch Stipendiatin der „Mozart-Gesellschaft Dortmund“. Außerdem wurde sie zur Jugendmusikbotschafterin ihrer Heimatstadt Maulbronn ernannt.