Die Künstler des 4. Orchesterkonzerts

Foto: Athushi Yokota

Waseda Symphony Orchestra

 

Die Waseda-Universität Tokyo, 1882 gegründet, ist eine der ältesten und angesehensten Universitäten Japans. Diese private Hochschule stellt höchste wissenschaftliche Ansprüche. Auf dem Universitätsgelände, das im Zentrum Tokyos liegt, studieren 56.000 Studenten an 13 verschiedenen Fakultäten. Die Bibliothek ist eine der größten und berühmtesten Japans.

 

Obwohl die Waseda-Universität keine Musikfakultät besitzt, hat sie ein hervorragendes, vollbesetztes Symphonie-Orchester, dessen Gründungsdatum in das Jahr 1913 fällt. Die ca. 300 Orchestermitglieder studieren Philosophie, Literatur, Jura, Naturwissenschaften etc.

 

Sie alle verbindet eines, die Liebe zur Musik. Dieses Universitätsorchester gehört heute zu den international besten Jugendorchestern. Anlässlich des internationalen Jugendorchester-Wettbewerbes in Berlin 1978 wurde das Waseda Symphony Orchestra mit der Herbert von Karajan- Goldmedaille ausgezeichnet. 1979 wurde Karajan Ehrendoktor der Universität und kümmerte sich rührend um die jungen Musiker, die alle Amateure waren. Bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde dirigierte er das Orchester in einer öffentlichen Probe in der ehrwürdigen Okuma-Halle der Waseda-Universität.

 

Am Pult dieses Orchesters standen viele Dirigenten von Weltruf, wie Seiji Ozawa, Kenichiro Kobayashi, Hiroyuki Iwaki, Lenard Slatkin, Giuseppe Sinopoli und viele andere.

 

Das Waseda Symphony Orchestra unternahm bisher dreizehn internationale Tourneen mit über 143 Konzerten und gastiert nun zum 14. Mal in den berühmtesten Konzertsälen Europas.

Foto: Tama-Studio

Kiyotaka Teraoka

 

Nach dem Studienabschluss an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Waseda Universität studierte er zunächst an der Toho-Gakuen School of music, dann an der Musikhochschule in Wien bei Prof. U. Lajovic und an der Accademia Musicale Chigiana in Siena bei M. W. Chung, Y. Temirkanov. Weiterstudium bei J. Panula, N. Järvi und C.M. Giulini.

 

2000 wurde er 1. Preisträger des Mitropoulos-Dirigenten-Wettbewerbs. Seither gastierte er u.a. bei den St. Petersburger Philharmonikern, dem Niederländischen Radiosinfonie Orchester, dem Orchestra del Teatro La Fenice di Venezia, dem Wiener Kammerorchester, dem Orchestre National des Pays de la Loire und dem English Chamber Orchestra.

 

Im Jahr 2004 wurde er zum „Resident Conductor“ der Osaka Symphoniker ernannt. Seit 2011 “Permanent Conductor” des selben Orchesters.

 

Das Waseda Symphony Orchestra dirigierte er in vielen Konzeten u.a. anlässlich der Europatournee 2003, Herbert von Karajan-Juliläums-Tournee 2006 und das 125. Jubiläumskonzert der Waseda-Universität 2007.

Eitetsu Hayashi

 

Eitetsu Hayashi wurde 1952 in Hiroshima geboren. Nach Aktivitäten in verschiedenen Taiko-Gruppen begann er 1982 eine Karriere als Solospieler. Sein Debüt an der Carnegie Hall als erster Taiko-Solospieler (1980) fand international große Beachtung. Im Jahr 2000 gastierte Hayashi bei den Berliner Philharmonikern auf der Waldbühne. Mit seiner Darstellung begeisterte er über 20.000 Besucher. Zum 25 jährigen Jubiläum seiner Tätigkeit als Solospieler hat er 2007 ein Sonderprogramm konzipiert und ausgeführt, das ausschließlich aus Taiko-Konzerten bestand. Er hat mit verschiedenen Orchestern und Interpreten zusammengespielt und sich dafür eingesetzt, die künstlerischen Möglichkeiten des Instruments mit orginalen Ideen zu erweitern.

Hayashi ist nicht nur aktiver Taiko-Spieler, sondern auch Produzent, Komponist, Dirigent und Lehrer. Er veröffentlichte zahlreiche CDs und DVDs.

 

Die japanische Trommel “Taiko” ist ein ursprünglich japanisches Instrument, das gewöhnlich bei traditionellen Festen und Riten verwand wird. Eitetsu Hayashi, der weltweit bekannte Taiko-Künstler, spielt mit vier Trommlern, die bei ihm ein langjähriges Training absolviert haben.