Die Künstler des 5. Orchesterkonzerts

Accademia die Monaco (Foto: Ran Keren)

Accademia di Monaco

 

Die Accademia di Monaco gründete sich im Oktober 2014 und spielt auf historischen Instrumenten. Unter der Leitung von Konzertmeisterin Mary Utiger, Professorin für Barockgeige an der Hochschule für Musik und Theater München und Joachim Tschiedel, stellvertretender Leiter des Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie, spielen Studierende und Absolventen des Studios für historische Aufführungspraxis der Hochschule sowie Profi-Gäste im Sinne einer „musikalischen Patenschaft“. Das Orchester ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Mit der Konzeption von innovativen Programmen wird versucht, die Musik des Barock und der Klassik in neuen Zusammenhängen zu sehen. Im Juni 2017 erscheint die erste CD des Orchesters "Arien für Nancy Storace" bei Coviello Classics.

Joachim Tschiedel

Joachim Tschiedel

 

Joachim Tschiedel ist stellvertretender Leiter des Masterstudiengangs Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und dort für alle musikalischen Einstudierungen im Musiktheater verantwortlich. Herausragende Dirigate der letzten Jahre: LE NOZZE DI FIGARO, COSÌ FAN TUTTE, DIE GÄRTNERIN AUS LIEBE, EUGEN ONEGIN und LA CENERENTOLA. Besonders zu erwähnen: das begeisternde Spiel der Hofkapelle München bei Mozarts COSÌ FAN TUTTE, was zu wertvollen Erfahrungen und neuen Erkenntnissen über das historisch informierte Musizieren führte. In der Produktion von Mozarts FIGARO mit dem Münchner Kammerorchester die Rezitative am Hammerklavier spielend, wurde diese von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Inszenierung des Jahres nominiert.

 

Nach dem Dirigierstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und Engagements an den Theatern von Eisenach und Dessau schloss sich der Aufbaustudiengang Kultur- und Medienmanagement, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, an. Es folgten Gastdirigate beim Rundfunksinfonieorchester Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper, bei der Staatlichen Philharmonie Halle, beim Stuttgarter Kammerorchester, dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz und den Münchner Symphonikern. Bei der Produktion LA FINTA GIARDINIERA im November 2011 dirigierte er das Münchener Kammerorchester, der Münchner Merkur schrieb: „Einen schöneren, erfüllteren Mozart gibt es in München derzeit nicht zu hören.”

 

Mit Ulf Schirmer und dem Münchner Rundfunkorchester verbindet Joachim Tschiedel im Rahmen der Musiktheaterproduktionen an der Bayerischen Theaterakademie eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit: Co-Dirigat von Peter Eötvös’ Oper DREI SCHWESTERN in der hoch gelobten Inszenierung von Rosamund Gilmore. Mit dieser Oper debütierte er im Juli 2011 an der Staatsoper Berlin bei der Staatskapelle. Im März 2012 leitete er erneut das Werkstatt-Opernprojekt an der Theaterakademie, nach RADAMES von Eötvös und PELLEAS von Debussy/Brook, LA VIDA BREVE von Manuel de Falla in einer viel beachteten eigenen instrumentalen Fassung.

 

Im Juni 2012 dirigierte Joachim Tschiedel mit Janaceks tiefgründiger Oper DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN wiederum das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, im November das Münchner Rundfunkorchester mit Donizettis I PAZZI PER PROGETTO und Strasnoys LE BAL und im März 2013 erneut die Hofkapelle München mit Simon Mayrs ADELASIA ED ALERAMO.

Im Oktober 2013 leitete er die viel beachtete Premiere von Händels IMENEO mit dem Barockorchester der Hochschule für Musik und Theater München.

 

Im Oktober 2014 erfolgte gemeinsam mit der Geigerin Mary Utiger die Gründung des Originalklangensembles Accademia di Monaco. Das Antrittskonzert zur Eröffnung der Münchner Residenzwoche wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Marie-Sophie Pollak

Marie-Sophie Pollak

 

Marie-Sophie Pollak, in Bietigheim-Bissingen/Deutschland geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss ihr Diplom mit Auszeichnung ab.

Noch während ihres Studiums debütierte sie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, denen sie in mehreren Produktionen verbunden blieb. Es folgten Konzert- und Opernengagements im In- und Ausland. Sie ist bei den namhaftesten europäischen Festivals, u. a. LuganoMusica, Potsdamer Musikfestspiele Sanssouci, Brucknerfestspiele Linz, zu hören und stand bereits auf Bühnen wie dem Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, Herkulessaal München, Prager Rudolfinum, Konzerthaus Berlin, Auditorio Nacional de Madrid, Hamburger Staatsoper sowie dem Théatre du Chatêlet in Paris. Ihre musikalische Laufbahn prägte die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Kent Nagano, Jean-Christophe Spinosi, Hans-Christoph Rademann, Václav Luks, Alessandro de Marchi, Christoph Spering und Martin Haselböck.

 

Marie-Sophie Pollak ist Bundespreisträgerin 2006 des Wettbewerbs Jugend Musiziert und wurde Finalistin beim Internationalen Gesangswettbewerb für die Barockoper Pietro Antonio Cesti. Sie wurde zweimal mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet, wird zudem von der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert und ist Stipendiatin der Christl und Klaus Haack-Stiftung. Mehrere CD-Einspielungen unterstreichen die Karriere der jungen Sopranistin. Unter anderem erschien beim Label Harmonia Mundi eine Einspielung Lutherischer Bachkantaten unter der Leitung von Christoph Spering und beim Label fra bernardo eine Zusammenstellung französischer Kantaten und Chansons mit dem ENSEMBLE392, dem sie mit angehört. Ihre ZUsammenarbeit mit der Accademia di Monaco ist auf einer viel beachteten CD mit "Arien für Nancy Storace" beim Label Coviello Classics dokumentiert.

Katharina Ruckgaber (Foto: Christoph Tempes)

Katharina Ruckgaber

 

Katharina Ruckgaber wurde in München geboren und war seit der Spielzeit 2014/2015 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt. Bereits während ihres Studiums debütierte sie 2014 an der Oper Frankfurt als Eurydike in Telemanns "Orpheus" und übernahm die weibliche Hauptpartie in Wilfried Hillers Singspiel "Der Flaschengeist" am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz.

 

An der Oper Frankfurt war Katharina Ruckgaber als Susanna in "Le Nozze di Figaro", als Frasquita in der Neuproduktion von Barrie Koskys "Carmen", als Waldvogel in Wagners "Siegfried" und Nunziella in der Frankfurter Erstaufführung von V. Fioravantis "Le cantatrici villane" zu erleben.

 

2015 gab die junge Sopranistin ihr Debut im Konzerthaus Berlin unter Iván Fischer als Fennimore in Kurt Weills "Der Silbersee" und sang bie Hans Werner Henzes 40. Cantiere Festival in Montepulciano die Rosina in Mozarts "La Finta Semplice".

2013 stellte sich Katharina Ruckgaber in München als Governess in Brittens "The Turn of Screw" vor, 2012 sang sie die Serpetta in Mozarts "La Finta Giardiniera" bei den Bamberger Symphonikern.

 

Weiter stand sie als Servilia und Anna Reich auf der Bühne, als Antoinette in Oscar Strasnoys "Le Bal" war sie, begleitet vom Münchner Rundfunkorchester unter Ulf Schirmer, im Prinzregententheater München zu erleben.

Als passionierte Liedsängerin konzertiert Katharina im In- und Ausland. So debütierte sie dieses Jahr im Konzerthaus Wien, begleitet von Graham Johnson, in der Wigmore Hall London und in der Tschaikovsky Hall in Moskau.

 

Bei MDG erschien in 2017 eine CD Einspielung mit Liedern von Imre Széchényi, am Klavier Helmut Deutsch.

Katharina Ruckgaber ist Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins, der SIAA-foundation und gewann den großen Förderpreis der Jütting Stiftung Stendal.

2015 errang sie bei der Stella-Maris-Competition von Michael Schade den begehrten Jurypreis, 2017 gewann sie den Förderpreis des Anneliese-Rothenberger-Wettbewerbs.

In der Spielzeit 2017/2018 ist Katharina Ensemblemitglied am Theater Freiburg.

 

Die junge Sopranistin studierte an der Hochschule für Musik und Theater München, sowie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Ihr Studienabschluss 2014 wurde mit dem Christl-und-Klaus Haack Preis ausgezeichnet.

Lauriane Follonier

Lauriane Follonier

 

Lauriane Follonier, gebürtig aus Venthône (Wallis, Schweiz), begann ihren Klavierunterricht bei Barbara Borse in Sion. Nach Jahren am Konservatorium von Neuchâtel bei Prof. Marc Pantillon, setzte sie ihr Studium bei Prof. Gitti Pirner an der Hochschule für Musik und Theater in München fort, das sie 2011 mit dem Meisterklassendiplom (Solistendiplom) abschloss.

 

Ergänzend dazu besuchte sie die Liedklassen von Rudi Spring, Prof. Donald Sulzen und Prof. Helmut Deutsch und beendete dieses Studium ebenfalls mit einem Meisterklassendiplom. 2011 errang sie einen Erfolg als beste Liedbegleiterin beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Pörtschach (Österreich). Zusammen mit dem Sänger Siwoung Song gewann 2013 sie den ersten und den Publikumspreis beim Internationalen Liedwettbewerb in Enschede (Niederlande); daraus resultierten zahlreiche Konzertverpflichtungen in den Niederlanden, u.a. ein Konzert im Concertgebouw zu Amsterdam, das direkt im Radio übertragen wurde.

 

Als Solistin mit Orchester war sie bereits 1998 mit dem Orchester des Konservatoriums von Sion zu erleben, 2006 debütierte sie in Deutschland mit dem Kammerorchester der Musikhochschule. 2010 trat sie zusammen mit Marc Pantillon mit Francis Poulencs Konzert für zwei Klaviere in der Victoria Hall in Genf auf — im Herkulessaal in München konzertierte sie 2012 als Solistin mit dem zweiten Klavierkonzert von Johannes Brahms.

 

Nach einem Master der „Alten Musik“ bei Prof. Christine Schornsheim tritt sie nun regelmäßig in Konzerten auch auf dem Hammerklavier auf. So wurde sie als Kammermusikpartnerin bereits zum Bach-Festival nach Leipzig und zum Festival „Musica antiqua“ in Brügge eingeladen, beide Male mit der Violoncellistin Anna-Lena Perenthaler.

 

Lauriane Follonier erhielt Stipendien von den Stiftungen Friedl Wald (2003), Madeleine Dubuis(2010) sowie den „Scherrer-Collard“-Preis der Stiftung „Kiefer Hablitzel“ (2010). Seit 2010 wird sie zudem von der von Yehudi Menuhin gegründeten Stiftung „Live Music Now“ gefördert