Die Künstler des 3. Orchesterkonzerts

Liv Migdal (Foto: Monika Lawrenz)

Liv Migdal

 

„Musik wie von einem anderen Stern“ (Westfälische Nachrichten)
"What an Absolute Gem!" (Phil's Classical Magazine; Atlanta, USA)
„Migdal verwandelt die Werke in musikalische Perlen" (Pizzicato,Remy Franck, Luxemburg

 

Im Herbst 2016 gab Liv Migdal ihr Debütkonzert in der Berliner Philharmonie mit den Acht Jahreszeiten von Vivaldi und Piazzolla mit überwältigendem Erfolg. Die Geigerin ist regelmäßiger Gast in den führenden Konzertsälen weltweit, wie Laeiszhalle Hamburg, Taipei Concert Hall, Beethovenhalle Bonn, Herkulessaal in München, Konzerthaus Dortmund, Liederhalle Stuttgart, Shanghai Concert Hall, Großer Saal des Mozarteums Salzburg, Konzerthaus Berlin, Alte Oper Frankfurt. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin tritt mit namhaften Orchestern und Dirigenten, u. a. Reinhard Goebel, Wojciech Rajski, Jonathan Nott und Cornelius Meister, in vielen Ländern Europas, in Israel und Asien auf.

 

Ihrem umjubelten Debütkonzert beim Salzburger Mozart-Festival folgte die Veröffentlichung ihrer ersten CD mit Sonaten von Beethoven, Debussy und Strauss mit Marian Migdal als Klavierpartner. Von der internationalen Fachkritik hoch gelobt, wurde die Einspielung u.a. mit dem Supersonic Award ausgezeichnet. Im November 2015 erschien eine weitere, ebenfalls mit dem Pianisten Marian Migdal aufgenommene CD beim Label Naxos: eine Weltersteinspielung der Werke für Violine und Klavier der Brüder Henryk und Józef Wieniawski. Und vor wenigen Monaten wurde Liv Migdals dritte CD, ihre erste mit Orchester veröffentlicht, bei der die Geigerin auch die Leitung hatte: die Acht Jahreszeiten von Vivaldi und Piazzolla bei SoloMusica/Sony mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin.

 

Liv Migdal erhält regelmäßig Einladungen von bedeutenden internationalen Festivals, z. B. Schumann-Fest Bonn, Schleswig-Holstein Musikfestival, Sandor Vegh-Festival Salzburg, Mozartiana Danzig, Ludwigsburger Schlossfestspiele, SAC Seoul und weitere Festspiele in Europa und Asien.

 

Die Geigerin begann ihr Studium als elfjährige Jungstudentin bei Christiane Hutcap an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung erhielt. Ihre künstlerische Ausbildung setzte Liv Migdal am Salzburger Mozarteum in der Meisterklasse von Igor Ozim fort und schloss hier ihr Masterstudium mit Auszeichnung ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie auch durch musikalische Wegbegleiter wie Reinhard Goebel und Mauricio Fuks.

 

Liv Migdal wurde seit ihren frühen Konzertauftritten vielfach mit internationalen Musikpreisen und Stipendien ausgezeichnet,( u. a. 1. Preis Internationaler Ruggiero-Ricci Violinwettbewerb Salzburg, internationaler Hindemith-Wettbewerb Berlin, GWK-Musikpreis Münster, Yamaha-Streicherwettbewerb, Musikwettbewerb Saar, Fritz-Kreisler-Wettbewerb Wien, Mozart-Gesellschaft Dortmund). Großen Erfolg hatte die Geigerin, eingeladen von Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert, auch bei ihrem Auftritt (ZDF/PHOENIX-Live- Übertragung) im Rahmen des Festkonzerts „25 Jahre Deutsche Einheit“ mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter Jonathan Nott vor dem Reichstag in Berlin. 2016 wurde Liv Migdal in Salzburg mit dem „Paul-Roczek-MusicAward“ als höchste Auszeichnung für herausragendes Geigenspiel geehrt. Die Vivaldi/Piazzolla-CD der Geigerin wurde 2017 für den International Classical Music Award nominiert. Seit 2017 wird Liv Migdal zudem durch das ECCE-Kreativ-Programm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW mit dem von ihr initiierten Projekt „Verfemten Komponisten eine Stimme geben“ gefördert.

Johannes Moesus (Foto: Kerstin Junker)

Johannes Moesus

 

Johannes Moesus hat sich als Spezialist für die Sinfonik des 18. und 19. Jahrhunderts und als musikalischer Entdecker mit Faible für bekannte und unbekannte Klassiker allgemeine Anerkennung erworben. In seinen mitreißenden Konzerten beweist der hochsensible Dirigent klares Stilgefühl für das klassisch-romantische Repertoire und die Moderne. Werke unterschiedlicher Stilepochen verbinden sich in seinen sorgfältig konzipierten Programmen zu spannungsreichen musikalischen Aussagen. Schon seit den frühen 1990er Jahren mit Musikvermittlung befasst, verzeichnet er Erfolge als Moderator eigener Konzerte mit integrierten Werkeinführungen.

 

Nach Studienjahren an den Musikhochschulen von Hannover, Frankfurt und Wien bei Karl Österreicher und Franco Ferrara begann Johannes Moesus seine Karriere in Frankfurt und Stuttgart. Lorin Maazel, Michael Gielen und Sir Roger Norrington waren ihm dabei wichtige Ratgeber. Er arbeitete mit namhaften nationalen und internationalen Orchestern zusammen, darunter das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, das Rundfunkorchester Kaiserslautern des SWR, das Berner Symphonie-Orchester, das Spanische Nationalorchester Madrid und zahlreiche Kammerorchester wie das Zürcher Kammerorchester, das Stuttgarter Kammerorchester und das Orchestre de Chambre de Lausanne.

 

Johannes Moesus zählt Solisten wie Gábor Boldoczki, Maximilian Hornung, Sebastian Manz, Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Sergej Nakariakov, Tianwa Yang oder Radovan Vlatkovic zu seinen musikalischen Partnern. Im Rahmen des von ihm mit verantworteten Themenschwerpunkts „Ludwigsluster Klassik“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern arbeitet er seit 2006 regelmäßig mit dem NDR Chor und dem Mecklenburgischen Barockorchester zusammen.

 

Sein breitgespanntes und farbiges Repertoire spiegelt sich in seiner stetig anwachsenden Diskographie wider. Werke von Rosetti, Mozart, Haydn, Hertel, Graf, Pleyel, Vanhal, Beecke, Witt, Winter, Woelfl, Hoffmeister, Goepfert, Cavallini, Kalliwoda, Rossini und Reinecke – darunter zahlreiche Weltersteinspielungen – sind unter seiner Leitung bei diversen Labels erschienen. Beim Label cpo erscheinen fortlaufend auch seine weiteren Produktionen. Auch mit Rundfunkanstalten im In- und Ausland arbeitet Johannes Moesus regelmäßig zusammen. Das 2013 aufgezeichnete Konzert „Paganini der Trompete“ unter seiner Leitung wurde im Bayerischen Fernsehen und auf ARD-Alpha ausgestrahlt.

 

Seit 1997 ist Johannes Moesus Präsident der Internationalen Rosetti-Gesellschaft und setzt sich als künstlerischer Leiter der im Jahre 2000 von ihm gegründeten „Rosetti-Festtage im Ries“ für die Wiederentdeckung dieses Komponisten ein. Anfang 2012 wurde Johannes Moesus zum Chefdirigenten des Bayerischen Kammerorchesters mit Residenz in Bad Brückenau berufen.

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

 

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

 

Das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau (BKO) hat sich seit seiner Gründung 1979 mit innovativen Projekten ein spezifisches Profil erworben. Das Orchester besteht aus hervorragenden Berufsmusikern des mitteleuropäischen Raumes, die sich immer wieder zu neuen Projekten als Orchester und in Kammermusikensembles zusammen finden. Die Pflege regionaler musikalischer Traditionen steht dabei unkonventionellen Aufführungen zeitgenössischer Musik und aufregenden Projekten in musikalischen Grenzbereichen gegenüber. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Musikvermittlung in Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungsträgern.

 

Das BKO arbeitete und arbeitet mit zahlreichen auf ihre Weise außergewöhnlichen Persönlichkeiten zusammen, u. a. mit Morton Feldman, Dave Brubeck, Jacques Loussier, Gerhard Polt, Peter Schreier, Mikis Theodorakis, Arvo Pärt, Karl-Heinz Stockhausen und Pierre Boulez. In jüngster Zeit profiliert es sich verstärkt auch im klassischen Segment, wie die Konzertprojekte mit Albrecht Mayer, Daniel Müller-Schott, Wolfram Christ, Radovan Vlatkovic ´ und weiteren namhaften Solisten der Gegenwart bezeugen. Seit 2012 ist Johannes Moesus Chefdirigent des BKO.

 

Das Orchester wurde in seiner mittlerweile 30-jährigen Geschichte u. a. mit dem Bayerischen Staatsförderpreis, dem Friedrich-Bauer- Preis, dem Siemens-Kulturförderpreis und dem Kulturpreis des Bezirks Unterfranken ausgezeichnet. Neben eigenen Konzertreihen in Bad Brückenau und Auftritten im süddeutschen Raum spielt das BKO auf traditionsreichen Konzertpodien Deutschlands und Europas. Zudem bestätigen Rundfunkproduktionen und CD-Aufnahmen seinen hohen künstlerischen Rang, seine Klangkultur und seine große Flexibilität in Repertoire und Besetzung.