Die Künstler des 5. Orchesterkonzerts

Oliver Tardy (Foto: Jessica Alice Hath)

Olivier Tardy

 

Olivier Tardy ist ein international gefragter Dirigent und vielseitiger Künstler. Er steht regelmäßig am Pult der Stuttgarter Philharmoniker, des Münchner Rundfunkorchesters, der Münchner Symphoniker und des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Darüber hinaus hat er u. a. das Prague Philharmonia, das Orchestre Philharmonique de Nice, das Orchestre Lamoureux, die Essener Philharmoniker und das Tiroler Sinfonieorchester Innsbruck geleitet. 2013 dirigierte er erstmal die Abschlusskonzerte des Deutschen Musikwettbewerbs. In der Saison 2018/2019 kehrt zum Deutschen Musikwettbewerb, welche dieses Mal in Nürnberg stattfindet, zurück.

 

Im Opernbereich leitete er verschiedene Produktionen an der Bayerischen Staatsoper, darunter die Kammeroper „Eight Songs for a Mad King“ von Maxwell Davis im Cuvillié-Theater, und Projekte der Kammeroper München, außerdem dirigierte er Galakonzerte mit Roberto Alagna in Berlin, Hamburg, Dresden und in Palma de Mallorca im Rahmen des Festivals Música Mallorca. Als Dirigent arbeitete er mit den Pianisten Ivo Pogorelich, Gerold Huber und Yulianna Avdeeva zusammen. 2015 begleitete er Christian Gerhaher bei seinem Programm mit Mozart-Arien in Landshut.

 

Olivier Tardy studierte zunächst in seiner Geburtsstadt Clermont-Ferrand und anschließend am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Nach dem Studium war er Mitglied der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, mit denen er auch auf zahlreichen Tourneen spielte. 1996 wurde er als Soloflötist an die Bayerische Staatsoper berufen. Er spielte unter großen Dirigenten wie Claudio Abbado, Seiji Ozawa, Zubin Mehta, Günter Wand, Daniel Barenboim oder Kirill Petrenko.

Nürnberger Symphoniker (Foto: Torsten Hönig)

Nürnberger Symphoniker

 

Künstlerische Qualität und stilistische Bandbreite – das sind die Markenzeichen der Nürnberger Symphoniker. Seit ihrer Gründung 1946 sind sie an allen musika-lischen Fronten dabei: Oper, Operette, Oratorium, Film und vor allem das Sym-phoniekonzert – in all diesen Genres machen sie Musik zum Erlebnis.


In rund 100 Auftritten pro Saison erfreuen sie als das Konzertorchester der Europäischen Metropolregion Nürnberg jedes Jahr an die 200.000 Zuhörer mit musikalischen Veranstaltungen der verschiedensten Art. Während bei den Sym-phonischen Konzerten in der Nürnberger Meistersingerhalle der Schwerpunkt auf dem klassisch-romantischen Repertoire liegt, widmen sie sich in ihrer Reihe im Musiksaal in der Kongresshalle spannenden genreübergreifenden Projekten aus Pop, Jazz, Film und Literatur. Im Dezember gehören ihre stimmungsvoll-weihnachtlichen Adventskonzerte mit festlicher Barockmusik zum Pflichtpro-gramm der Besucher des Nürnberger Christkindlesmarktes. Und während der Sommersaison im Serenadenhof oder bei Europas größtem Klassik Open Air im Luitpoldhain steht die ganze Welt der Musik auf dem Programm.


Weiteres Herzstück ihrer Arbeit sind die altersgerechten und interaktiven Kinder- und Jugendkonzerte, mit denen sie einen engagierten Beitrag zur Förderung des Konzertbesucher-Nachwuchses leisten. So sitzen bei den Kooperationskon-zerten mit MUBIKIN (Musikalische Bildung für Kinder und Jugendliche in Nürn-berg) die Kleinsten neben den Orchesterprofis, während bei den Kooperations-projekten Klasse.Im.Puls besonders förderungswürdige Jugendliche auf der Bühne musizieren dürfen. Für das Sonderprojekt „Erlebnis Klassische Musik – Kinder spielen für Kinder“ im Rahmen von „Symphoniker im Klassenzimmer“ wurde das Orchester 2012 mit dem Paula-Maurer-Preis ausgezeichnet. Daneben stehen neue Konzertformate wie Angebote für Menschen mit Demenz oder Genre übergreifende Produktionen mit Jazz- und Popmusik im Fokus.


Ein Highlight in der Orchestergeschichte brachte das Jahr 1993: Für ihre sensati-onelle Einspielung des Main Title der Fernsehserie The Beauty and the Beast wur-den die Nürnberger Symphoniker in Los Angeles mit einem der begehrten Grammy Awards ausgezeichnet – Krönung einer „Hollywood-Connection“, die bis in die 50er Jahre zurückreicht, als das Orchester die Soundtracks von Ben Hur und Quo Vadis aufnahm.


Längst bewegen sich die Nürnberger Symphoniker auf internationalem Parkett. Weltstars wie Cecilia Bartoli, Cheryl Studer, Edita Gruberova und José Carreras musizieren mit ihnen, glanzvolle Namen wie Albrecht Mayer, Martin Stadtfeld, Cameron Carpenter, Daniel Hope, Mischa Maisky, Martin Grubinger oder Sabine Meyer begeistern gemeinsam mit ihnen regelmäßig das Nürnberger Publikum. In seiner bis zum Sommer 2017 dauernden achtjährigen Tätigkeit als Chefdirigent hat der gleichermaßen brillante wie charismatische Brite Alexander Shelley das Orchester zu neuen Höhen und zu einer außergewöhnlichen Beliebtheit führen können.


Ab der Saison 2018/19 wird der international von Publikum und Presse gefeierte Nachwuchsstar Kahchun Wong die Stabführung übernehmen. Mit dem Gewinner der prestigeträchtigen 5. Mahler Competition haben die Nürnberger Symphoniker damit rechtzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft mit höchster Qualität gestellt.


Seit 2003 ist Lucius A. Hemmer Intendant der Nürnberger Symphoniker. Seit dem Beginn seiner Tätigkeit absolvierte das Orchester zahlreiche internationale Gastspiele in Wien, Prag, Mailand, Japan und auch in China. Auch für die Saison 2017/18 ist wieder eine große Tournee nach Asien in Planung.