2. Orchesterkonzert

Sonntag, 3. Oktober 2021, 16 und 18 Uhr,

Herzog-Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22

 

KÜNSTLER

 

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Douglas Bostock Dirigent

Hélène Boulègue Querflöte

 

PROGRAMM

 

Carl Philipp Emanuel Bach – Flötenkonzert A-Dur Wq. 168
Georg Friedrich Händel – Concerto grosso op. 6,2 F-Dur
Hubert Parry – English Suite

                                             

Änderungen vorbehalten.

Die Künstler des 2. Orchesterkonzerts

Hélène Boulègue (Foto: Sébastien Grébille) Hélène Boulègue (Foto: Sébastien Grébille)

Hélène Boulègue (Querflöte)

 

Hélène Boulègue wurde 1990 geboren und beschloss bereits sehr früh, die Flöte zu ihrem Beruf zu machen. Nach Abschluss ihrer schulischen und musikalischen Grundausbildung in Nevers studierte sie zunächst bei Vincent Lucas am Conservatoire à Rayonnement Régional de Paris und anschließend bei Pierre-Yves Artaud und Florence Souchard am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris. Ihre Studien schloss sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe in der Klasse von Renate Greiss-Armin ab. Seit Anfang 2010 hat sie die Stelle der zweiten Flöte im Orchestre Philharmonique du Luxembourg inne. Seither nimmt Hélène Boulègue als regelmäßige Aushilfe im Orchestre de Chambre du Luxembourg, in der Chapelle St. Marc, sowie im Theater Trier aktiv am musikalischen Leben der Großregion teil. Darüber hinaus spielte sie auf Einladung mit der Chambre Philharmonique, dem Orchestre de Paris sowie den Berliner Philharmonikern ebenso wie mit dem Chamber Orchestra of Europe. Die Flötistin beschränkt sich aber nicht nur auf das Orchesterspiel, sondern widmet sich ebenso gern der Kammermusik. So spielte sie bei den Fredener Musiktagen und war gemeinsam mit den Schlagzeugern des Orchesters in einem von den Amis de l‘OPL organisierten Konzert zu hören. Im Mai 2015 wurde sie zweite Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb Prager Frühling und 2017 war sie die Gewinnerin des Internationalen Flötenwettbewerbs in Kobe (Japan).

Hélène Boulègue hat sämtliche Werke für Flöte von André Jolivet für das Lavel Naxos aufgenommen. Im März 2020 wurde sie dafür im „Pizzicato Magazine“ mit einem Supersonic Award ausgezeichnet. Bei ihrem Spiel „spürt man ihre Hingabe in jedem Werk und die Freude und Leichtigkeit im Spiel machen das Zuhören zu einem wahren Vergnügen“- schrieb die Zeitschrift. Ihr Debut-Album wurde auch für die International Classical Music Awards 2020 nominiert.

Hélène Boulègue arbeitet mit dem Education Department der Philharmonie Luxemburg zusammen und entwickelt dort eigene Konzepte für Kinderkonzerte.

 

 

Douglas Bostock (Dirigent)
 

Der britische Dirigent Douglas Bostock wirkt seit Beginn der Konzertsaison 2019/20 als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim.


Zuvor war er von 2001 bis 2019 Chefdirigent des Schweizer Sinfonieorchesters „Argovia Philharmonic“, das er in dieser Zeit mit frischen Konzepten und innovativen Formaten künstlerisch erfolgreich in der Orchesterlandschaft positioniert hat. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren u.a. die Karlsbader Symphoniker, die Tschechische Kammerphilharmonie, die Münchner Symphoniker und das Tokyo Kosei Wind Orchestra.


Sein breites Repertoire umfasst Werke aus allen Epochen einschließlich einer Vielzahl selten aufgeführter Werke, zeitgenössische Musik und Opern. Sein Temperament, sein unverkennbarer Stil und sein Kommunikationstalent führten ihn als Gast zu bedeutenden Orchestern in Europa, Amerika und Asien, darunter die Orchester der BBC, das London Philharmonic Orchestra, das Radio-Symphonie-Orchester Prag, das National Orchestra Washington, das Mexikanische Staatsorchester und das New Japan Philharmonic Orchestra.

 

Beinahe 100 CD-Aufnahmen dokumentieren das künstlerische Profil und das vielseitige Repertoire von Douglas Bostock. Als Gastprofessor, u.a. in Tokyo, widmet er sich auch der Arbeit mit jungen Musikern und leitet Kurse und Meisterklassen für Dirigenten.

 

Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim arbeitete er seit 2012 bereits mehrfach als Gastdirigent zusammen und prägt und entwickelt nun als Künstlerischer Leiter Klang, Stilistik und Programmatik dieses ebenso traditionsreichen wie innovativen Ensembles weiter.

 

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim (Foto: Sebastian Seibel) Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim (Foto: Wolfgang Schmidt)

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

 

Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das in der Basis mit vierzehn Musikern aus sieben Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen „Full-time“-Kammerorchester, so dass eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität des Klangbildes möglich wird.

 

Gegründet wurde das Orchester im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble internationale Anerkennung und war bald bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und Leipzig und auf weltweiten Konzertreisen mit musikalischen Größen wie Maurice André, Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen und Yehudi Menuhin zu hören. Nach dem allzu frühen Tod des Gründers 1968 wurde das Orchester vor allem durch Paul Angerer, Vladislav Czarnecki, Sebastian Tewinkel und Timo Handschuh geprägt. Mit Beginn der Konzertsaison 2019/20 übernahm der britische Dirigent Douglas Bostock die künstlerische Leitung und prägt und entwickelt seither Klang, Stilistik und Programmatik des Ensembles weiter.

 

Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen etwa 300 Schallplatten und CDs eingespielt. Auch heute arbeitet es mit international bekannten Solisten und Partnern wie Nigel Kennedy, Andrea Bocelli, Mischa Maisky, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Giora Feidman, Iris Berben und Senta Berger zusammen und war mit ihnen in ganz Europa (Festival Prager Frühling, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger Festspiele, Flandern-Festival, Festival Euro Mediterraneo Rom, OsterKlang Wien), in den USA und Japan zu Gast.