5. Orchesterkonzert

Sonntag, 20. Februar 2022, 16 und 18 Uhr

Herzog-Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22

 

KÜNSTLER

 

Junge Streicherakademie Mainz in Kooperation mit den Young Mozart Players

Prof. Annette Seyfried Künstlerische Leitung

Christian Rohrbach Dirigent

Liza Fediukova (Violine Solistin Mendelssohn)

Emma Mühlnickel, Isabelle Raviol, Kim-Chi Stutzinger (Violinen Solistinnen Bach)

 

PROGRAMM 

 

Johann Sebastian Bach - 3. Brandenburgisches Konzert G-Dur BWV 1048      Krzysztof Penderecki - Agnus Dei für Streicher aus dem Polnischen Requiem      Johann Sebastian Bach - Konzert D-Dur für 3 Violinen  BWV 1064 R              

Johann Sebastian Bach -Kunst der Fuge, Contrapunkt 1-4 BWV 1080              

Felix Mendelssohn - Konzert für Violine d-Moll op. 64

                                                         

 Änderungen vorbehalten.

Die Künstler des 4. Orchesterkonzerts

Streicherakademie Mainz

Annette Seyfried (Künstlerische Leitung) 

Junge Streicherakademie Mainz Junge Streicherakademie Mainz
Annette Seyfried Annette Seyfried

Annette Seyfried

 

Vor zehn Jahren gründete die Geigerin und Professorin Annette Seyfried die Junge Streicherakademie Mainz und setzt ihre Arbeit bis heute erfolgreich fort. Die Institution hat die musikalische Früh-, Begabten- und Hochbegabtenförderung von Kindern über Jugendliche bis hin zu Studenten zum Ziel. Sie richtet sich an Schüler, die eine professionelle Ausbildung auf einem Streichinstrument anstreben. Zahlreiche Schüler sind aus bedeutenden Wettbewerben wie Jugend musiziert oder dem Mendelssohn-Wettbewerb in Kronberg als Sieger hervorgegangen. Immer wieder konzertiert die Junge Streicherakademie auf bedeutenden Konzertpodien. Zuletzt bewunderte ein begeistertes Publikum des Mosel Musikfestivals die außergewöhnliche Leistung der jungen Musiker. Eindrucksvolle Projekte mit renommierten Musikerpersönlichkeiten wie dem Stargeiger Daniel Hope vervollkommnen die Angebotspalette – solistisch, kammermusikalisch und sinfonisch.

Liza Fediukova (Foto: Manfred Weis) Liza Fediukova (Foto: Manfred Weis)

Liza Fediukova (Violine)

 

Liza Fediukova ist eine russische Geigerin. Im Alter von drei Jahren begann sie mit dem Geigenspiel bei Irina Rogozhkina und schon mit fünf Jahren nahm sie am Wettbewerb „Junge Virtuosen“ der ukrainischen Volksrepublik auf der Krim teil, wo sie mit einem Diplom ausgezeichnet wurde. Seit ihrem siebten Lebensjahr besuchte sie die Spezial-Musikschule Stoljarskij für hochbegabte Kinder in Odessa. Dort erhielt sie Unterricht von Soja Merzalowa, der ersten Lehrerin des weltberühmten Bratschisten Jurij Baschmet. Darüber hinaus besuchte sie Meisterklassen bei Wiktor Pikajsen, der ihr hohes künstlerisches Niveau lobte. Nach der Meisterklasse bei Taras Gabora im Jahr 2012 folgte eine Einladung zum Casalmaggiore International Music Festival nach Italien. Hier lernte sie Prof. Anne Shih kennen, die sie als Jungstudentin in ihre Violinklasse an der Hochschule für Musik in Mainz holte. Im Jahr 2015 wurde sie beim Casalmaggiore Festival mit einem Sonderpreis für ihre künstlerische Leistung ausgezeichnet.

Liza ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe, u. a. erhielt sie 2010 das Diplom des vierten Internationalen David Oistrach Wettbewerbs in Moskau und wird seit 2009 von der wohltätigen Stiftung von Vladimir Spivakov gefördert. Vom Rotary Club Mainz erhielt sie insgesamt 3 Auszeichnung für ihr Können, die letzte im Jahr 2017. Im selben Jahr wurde ihr das Deutschland-stipendium vom Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen. Seit letztem Jahr ist sie Preisträgerin des Grand Prize Virtuoso der International Music Competition in Wien.

Mehrere Male trat sie mit dem Symphonischen Orchester und dem Kammerorchester Moskau auf. Bei ihrem ersten Auftritt mit dem Symphonischen Orchester Moskau war sie erst elf Jahre alt und spielte das Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Liza ist Mitglied der Mainzer Virtuosi, mit denen sie zahlreiche solistische Auftritte hatte. Als Solistin spielte sie im Februar 2017 Mozarts Violinkonzert KV 218 zusammen mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Ciarán McAuley.

Liza spielt eine speziell für sie angefertigte Geige des französischen Geigenbauers Antoine Laulhere – ein Geschenk des russischen Mäzen Arkady Ponomaryov im Jahr 2015. Seit 2017 ist sie Mentor-Stipendiatin der Stiftung Bad Homburger Schlosskonzerte.

 

Christian Rohrbach (Dirigent)

 

Christian Rohrbach ist Dirigent, Countertenor und Liedpianist. Als Korrepetitor an der Musikhochschule Mainz und künstlerischer Mitarbeiter im Exzellenzstudiengang Barock Vokal hat er mit zahlreichen jungen Sängerinnen und Sängern sowie mit Größen der Alten Musik zusammengearbeitet, etwa Andreas Scholl, Emma Kirkby, Kai Wessel, Ton Koopman, Masaaki Suzuki, Michael Hofstetter, Konrad Junghänel, Wolfgang Katschner, Jaap ter Linden und Andrea Marcon.

Als Dirigent und Chorleiter wirkte er bei zahlreichen Opernproduktionen mit und war an bedeutenden deutschen Bühnen und bei international renommierten Festivals engagiert, unter anderem an der Oper Frankfurt, der Oper Köln, den Staatstheatern Braunschweig, Mainz und Wiesbaden, bei den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Rheingau Musik Festival und den Wiesbadener Bachwochen. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden dirigierte er A. Scarlattis Erstlingsoper "Gli Equivoci nel sembiante" und dessen Oratorium "La Giuditta" in einer gefeierten szenischen Produktion. Er leitete die Mainzer Erstaufführung von G. W. Glucks "Orfeo" in der Parma-Fassung und beim WDR die Uraufführung von Arne Gieshoffs "Mirliton".

Als gefragter Konzertsänger trat Christian Rohrbach u.a. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle sowie den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Telemanntagen Magdeburg, dem Heidelberger Frühling, den Würzburger Bachtagen und den Wiesbadener Bachwochen auf. Am Staatstheater Mainz sang er die Titelpartie des Cain in A. Scarlattis "Il Primo Omicidio overo Cain" (Regie: Tatjana Gürbaca) und feierte damit große Erfolge bei Fachpresse und Publikum. In der Spielzeit 2017/2018 war er in einer viel gelobten Produktion von S. Sciarrinos "Luci mie traditrici" (Regie: Sandra Leupold) als L’Ospite am Theater Lübeck zu erleben.