6. Orchesterkonzert

Sonntag, 8. Mai 2022, 16 Uhr

Herzog-Friedrich-August-Saal, Friedrichstraße 22

 

KÜNSTLER

 

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Mihkel Kütson Dirigent

Alexandra Forstner Querflöte

Knut Hanßen Klavier

 

Dieses Konzert findet im Rahmen unseres Festivals (Festival des Deutschen Musikwettbewerbs 2021/2022) statt. Wir präsentieren Ihnen ausgewählte Konzerte mit Orchester und Solisten, die beim Deutschen Musikwettbewerb 2021/2022 ausgezeichnet wurden.

 

PROGRAMM

 

Luigi Boccherini - Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 12 G 506 "La casa del diavolo"
François Devienne - Flötenkonzert Nr. 7 e-Moll op. 12 G 508
Sulchan Zinzadse - Miniaturen für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart - Klavierkonzert Nr. 14 Es-Dur KV 449
 
                                                                           

 Änderungen vorbehalten.

Die Künstler des 6. Orchesterkonzerts

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau (Foto: Kerstin Junker) Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau (Foto: Kerstin Junker)

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

 

Das Bayerische Kammerorchester mit Residenz im idyllischen Kurort Bad Brückenau (BKO) hat sich seit seiner Gründung 1979 mit innovativen Projekten ein spezifisches Profil erworben. Das Orchester besteht aus hervorragenden Berufsmusikern des mitteleuropäischen Raums (Deutschland, Österreich, Tschechien), die sich regelmäßig als Kammerorchester sowie in verschiedenen Kammermusikensembles zusammenfinden. Die Pflege musikalischer Traditionen steht dabei aufregenden Projekten in musikalischen Grenzbereichen gegenüber.

Das BKO arbeitete und arbeitet mit zahlreichen auf ihre Weise außergewöhnlichen Persönlichkeiten zusammen, u. a. mit Yehudi Menuhin, Dave Brubeck, Jacques Loussier, Gerhard Polt, Peter Schreier, Mikis Theodorakis, Morton Feldman, Arvo Pärt, Karl-Heinz Stockhausen oder Pierre Boulez. Seine Position im klassischen Segment stärken Konzertprojekte mit namhaften Solisten der Gegenwart wie z.B. Albrecht Mayer, Andreas und Daniel Ottensamer, Sabine Meyer, Radovan Vlatković, Sergej Nakariakov, Nemanja Radulović, Tianwa Yang, Lena Neudauer, Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Maximilian Hornung, Matthias Kirschnereit oder William Youn.

Zwischen 1979 und 2007 war Prof. Ulf Klausenitzer künstlerischer Leiter und Chefdirigent des BKO. Nach einer mehrjährigen Zäsur folgte auf ihn 2012 Johannes Moesus. Ab September 2019 ist mit dieser Aufgabe Sebastian Tewinkel betraut.

Das BKO wurde in seiner über 40-jährigen Geschichte u. a. mit dem Bayerischen Staatsförderpreis, dem Friedrich-Baur-Preis, dem Siemens-Kulturförderpreis und dem Kulturpreis des Bezirks Unterfranken ausgezeichnet.

Neben einer eigenen Konzertreihe in Bad Brückenau spielt das BKO auf traditionsreichen Konzertpodien Deutschlands und Europas und ist zu Gast bei Festivals und Konzertreihen wie dem Mozartfest Würzburg, dem Kissinger Sommer, dem Nymphenburger Sommer, den Festspielen Europäische Wochen Passau, den Gezeitenkonzerten Ostfriesland, den Seligenstädter Klosterkonzerten usw. Zudem bestätigen Rundfunkproduktionen und CD-Aufnahmen seinen hohen künstlerischen Rang, seine Klangkultur und seine große Flexibilität in Repertoire und Besetzung.

 

 

Alexandra Forstner (Querflöte)

 

Alexandra Forstner (geboren 2001 in Bamberg), begann im Alter von acht Jahren Flötenunterricht bei Marcos Fregnani- Martins zu nehmen und wechselte später zu Bernadette Liebl. 2015 wurde sie Jungstudentin im künstlerischen Hauptfach Querflöte in der Klasse von Anne-Cathérine Heinzmann an der Hochschule für Musik Nürnberg und wurde 2018 für ein weiteres Jahr als Jungstudentin in die Klasse von Andrea Lieberknecht an der Hochschule für 

Musik und Theater in München aufgenommen, wo sie seit  

2019 ihren Bachelor im künstlerischen Hauptfach Querflöte absolviert. Weitere Inspirationen in ihrer Ausbildung erhielt

Alexandra Forstner (Foto © Privat)        sie unter anderem von Daniela Koch, Karl-                                                                   Heinz Schütz und Sophie Cherrier.

Alexandra Forstner erhielt mehrfach erste Bundespreise im Wettbewerb „Jugend musiziert“: 2015 und 2018 wurde sie jeweils mit der höchstmöglichen Punktzahl und einem Sonderpreis der deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Zudem gewann sie 2015 den ersten Preis im AZUMI Flute Contest und 2018 einen dritten Preis im bundesweiten Lions-Club Wettbewerb in Leipzig.
Im Jahr 2021 erlangte sie im Deutschen Musikwettbewerb ein Stipendium und wird für die Spielzeit 2022/23 in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen.

2019 wurde sie zudem von der Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen auf den Meisterkurs „Epoche f international“ in Kooperation mit dem Ensemble Modern eingeladen.Sie spielte von 2015 bis 2018 im Bayerischen Landesjugendorchester und 2016 bis 2021 im Bundesjugendorchester.

 

 

Knut Hanßen (Klavier)

 

1992 in Köln geboren, wird Pianist Knut Hanßen wegen seines wachen Spiels gepaart mit klarer Authentizität weithin geschätzt. Seine Ausbildung erhielt er bei Sheila Arnold (Hochschule für Musik und Tanz Köln) bis zum Abschluss „Konzertexamen“ mit Auszeichnung als auch bei Wolfram Schmitt-Leonardy (Musikhochschule Mannheim) im weiterbildenden Zertifikatsstudium Meisterklasse. Weiterhin lernte er das Orchesterdirigieren bei Marcus Bosch, Alexander Liebreich und Bruno Weil.

Neben regelmäßigen Konzerten u.a. beim Beethovenfest, in der Reihe „Best of NRW“, mit den Münchner Symphonikern oder dem Royal Liverpool  Orchestra wurde er mit zahlreichen        Knut Hanßen (Foto © Sihoo Kim)

Preisen ausgezeichnet, z.B. beim Jeunesses

International Piano Competition Dinu Lipatti Bukarest 2016, beim James Mottram     

International Piano Competition Manchester 2018 oder mit dem „Tastensurfer“-Publikumspreis der Klaviertage Unterelbe 2020. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2021 wurde er mit einem Stipendium sowie dem Sonderpreis Klavier der Carl Bechstein Stiftung ausgezeichnet und in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen.

Zusammen mit seiner Partnerin Séverine Kim bildet er das Klavierduo Kim & Hanßen, welches seit 2020 von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützt wird. Zudem ist er seit September 2021 Stipendiat der Villa Musica Rheinland-Pfalz. Er wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes, von Yehudi Menuhin Live Music Now Köln sowie dem Kölner Richard-Wagner-Verband gefördert.

Knut Hanßen ist Künstlerischer Leiter der Celler Sommerkonzerte und engagiert sich im Projekt Rhapsody in School des Pianisten Lars Vogt.

 

                                                                                                                    

 

 

 

Mihkel Kütson (Dirigent)

 

Geboren in Estland, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt Tallinn und wurde 1992 als Stipendiat des DAAD in die Dirigierklasse von Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg aufgenommen.
Mihkel Kütson (Foto © Mison)                                       1998 wurde er zum ersten                                                                                               Gastdirigenten, 1999-2004 zum Generalmusikdirektor des Theaters Vanemuine und des Vanemuine Sümfooniaorkester in Tartu, Estland berufen. Dort leitete er u. a. Carl Nielsens Maskarade, Prokofjews Cinderella, Tschaikowskis Eugen Onegin, Puccinis Tosca und La Bohéme, Verdis Un ballo in maschera und eine Vielzahl von Sinfoniekonzerten.
2002 wurde er ins Förderprogramm „Dirigentenforum" des Deutschen Musikrates aufgenommen und hat im Oktober 2006 als erster Dirigent den Deutschen Dirigentenpreis erhalten.
An der Niedersächsischen Staatsoper Hannover wirkte er seit 2001 zunächst als Gastdirigent und von 2002 bis 2006 als Erster Kapellmeister. Dort dirigierte er die Premieren von Verdis Il trovatore, Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos I Pagliacci, Mozarts Cosi fan tutte, La finta giardiniera und Eine Nacht in Venedig von J. Strauss, die Wiederaufnahmen von Elektra, Aida, Un ballo in maschera und Il barbiere di Siviglia sowie die Vorstellungen von Madame Butterfly, Turandot, Vec Makropulos, Hänsel und Gretel und La Bohéme.
Gastverträge führten ihn u. a. an die Estnische Nationaloper, die Deutsche Oper am Rhein, an die Staatstheater Kassel, Darmstadt, Oldenburg und an das Landestheater Innsbruck. Im August 2004 leitete er das Gastspiel der Staatsoper Hannover mit Verdis Il trovatore beim renommierten Edinburgh International Festival.

2010 debütierte er an der Semperoper Dresden und die erfolgreiche Zusammenarbeit wurde mit den Wiederaufnahmen von Mozarts Don Giovanni, von Webers Der Freischütz und mit den Premierendirigaten von Ernst Kreneks Oper Der geheime Königreich und Engelbert Humperdicks Oper Königskinder (2015) in der Regie von Jetske Mijnssen weitergeführt.
2011 debütierte er mit Rusalka an der Komischen Oper Berlin und auch dort folgte eine sofortige Wiedereinladung zur Saison 12/13 für die Wiederaufnahme von Der Freischütz von Carl Maria von Weber und zur Saison 13/14 für die Wiederaufnahme von Prokofjevs Die Liebe zu drei Orangen.

2007 bis 2012 wirkte Mihkel Kütson als Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein. Seine erste Premiere dort war A. Bergs Wozzeck, die Eröffnungspremiere der Saison 2008/09 - Tannhäuser - wurde für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. Auch Ferruccio Busonis Doktor Faust (Premiere 12.9.2009) hat wieder überregional Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden.
Seit der Saison 2012/13 amtet Mihkel Kütson als Generalmusikdirektor am Theater Krefeld/Mönchengladbach. Als Eröffnungspremiere stand Mazeppa von P.I.Tschaikowsky auf dem Programm , es folgten Rienzi von Wagner, Le Villi und Suor Angelica von Puccini,  Stiffelio von Verdi und Manon von Massenet.
In der Saison 15/16 dirigierte er u. a. Peter Grimes, Rosenkavalier, Un ballo in maschera und Katja Kabanova.

Als Gastdirigent arbeitete er mit zahlreichen Orchestern, wie dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Düsseldorfer Symphonikern, der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Nürnberger und Stuttgarter Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Staatsorchestern in Athen und Thessaloniki, Philharmonia Taiwan, dem National Symphony Orchestra of Ireland, der Warsaw Philharmonic und dem Estnischen Nationalorchester zusammen.
2012 debütierte er beim WDR Sinfonieorchester, 2013 beim Tonkünstlerorchester Wien und folgte u. a. der Wiedereinladungen des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, des NDR Sinfonieorchesters, der Dortmunder Philharmoniker und des SWR Sinfonieorchesters Stuttgart.