60 Jahre Mozart-Gesellschaft
Wiesbaden e. V.
„Die Musik Mozarts erlebbar zu machen, ist unser oberstes Ziel"
Karl-Werner Joerg (Vorsitzender des Vorstands)
Wir verstehen uns nicht nur als Konzertveranstalter, sondern in gleichem Maße auch als ein Verein engagierter Musikliebhaber, die die Pflege der klassischen Musik in allen ihren Facetten als eine gesellschaftliche Aufgabe sieht. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, darf unser Engagement nicht mit dem reinen Organisieren von Konzerten enden.
Die Begeisterung für die Werke Wolfgang Amadeus Mozarts bildete damals wie heute die Grundlage aller Aktivitäten. Die Ziele waren so aktuell wie heute: Die Pflege von Mozarts Œuvre und die Heranführung der Jugend an die Musik des Salzburger Genies.
Wie alles begann ...
(Um die Bilder vollständig und groß zu sehen müssen Sie diese nur anklicken!)
8. Februar 1963:
Tag der Gründung der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e. V. Gründungvorstand: Dr. Emil Debusmann, Kurt Breuer (damaliger Vorsitzender des Vorstands), Ernst Fischer, Eduard McCann (v.l.).
Der aus den USA stammende Edward McCann engagierte sich nicht nur in der
Mozart-Gesellschaft, sondern auch in der „Gesellschaft der guten Nachbarn“, einem Verein
zur Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen, deren Präsident er war.
McCann wollte die Popularität Mozarts in den USA nutzen, um möglichst viele Angehörige
der amerikanischen Streitkräfte, die in Wiesbaden und Umgebung stationiert waren,
zum Besuch der Konzerte zu bewegen.
Auch sollte unter dem Motto „Jugend musiziert Mozart“ die Jugend der beiden
Staaten zusammen musizieren.
27. Juni 1971:
Hier gibt´s nicht nur etwas für die Ohren: so eindrucksvoll illustriert, bleibt das Konzert der Nachwelt noch lange in Erinnerung.
21.10.1973:
Das Klavier-Duo Billard-Azais. Die Künstler versichern, dass der herzliche Empfang des Publikums sogar die zwei Steinways berührt hat. Empfindsame Flügel sind eben nur bedingt für das Containerleben geschaffen.
Der Förderpreis der Mozart-Gesellschaft wurde im Jahr 1973 erstmals vergeben.
Mit Thomas Zehetmair (Violine), Wolfram Christ (Bratsche) und Sabine Meyer (Klarinette)
wurden Künstler ausgezeichnet, die in Ihrer Karriere bis heute auf den großen
Bühnen der Welt standen und stehen.
23.06.1974:
Mit 160 km/h über die Autobahn - es ist nicht bekannt, wie viele Schutzengel im Einsatz waren.
Besonders in der Anfangszeit waren einige Künstler
regelmäßige Gäste bei den Konzerten der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden.
Manche Künstler-Beziehungen glichen schon fast familiären Banden . . .
16.01.1979:
Im Wiesbadener Kulturleben ist die Mozart-Gesellschaft fest verankert. NEU: ein Abonnement für Kinder – das Publikum und die Kritiker von morgen.
14.06.1981:
Wenn Künstler ins Schwärmen geraten - am Erfolg der Bläser-Serenade war vielleicht die einzigartige Kulisse nicht ganz unbeteiligt?
Konzerte im Kloster Eberbach, Laiendormitorium
06.06.82:
Eine weitere Rarität in unserer Schatzkiste sind die „Haydn Variationen“ - Uraufführung zu Ehren und in Anwesenheit des Komponisten Jean Françaix anlässlich seines 70. Geburtstags.
17.01.83:
Die Mozart-Gesellschaft erhält den Kulturpreis der Stadt Wiesbaden. Zur Verleihung des Preises lädt Oberbürgermeister Dr. Hans-Joachim Jentsch in den großen Festsaal des Rathauses.
Immer wieder standen Werke zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm.
So wurden Werke von Werner Egk (1981), Volker David Kirchner
und vor allem von Jean Françaix in Anwesenheit der Komponisten uraufgeführt.
16.01.88:
Das 25-jährige Jubiläum der Mozart-Gesellschaft wird von einer Konzert-Ausstellung begleitet, die in Kooperation der Stiftung Mozarteum und Wiesbadener Kurhaus entstanden ist. Mit 306 Exponaten, darunter seine Kindergeige, wird das Leben und Wirken Mozarts gewürdigt.
22.01.88:
Humor und Zeitgeist sind von Anfang an konstante Wegbegleiter der Mozart-Gesellschaft. Deshalb verwundert es nicht, dass die silberne Mozartmedaille, die höchste zu vergebene Auszeichnung, an André Pohl (2. Seite im Bild rechts) für die Titelrolle in „Amadeus“ geht. Entworfen hat sie der italienische Bildhauer Giacomo Mancù.
06.02.1993:
Familie Mozart war oft und gerne „on Tour“, genauer gesagt „auf Achse“. Reisen in unbequemen Kutschen auf ungepflasterten Straßen versprachen nicht gerade pures Vergnügen. Während seiner sogenannten Europareise gab Mozart fünf Konzerte in Frankfurt am Main, eines davon im August 1763. Die nächsten Stationen waren Mainz, Wiesbaden, Biebrich und Kostheim.
Zum 25. Jubiläum konnte die Mozart-Gesellschaft mit mehr
als 700 Mitgliedern vom 7. bis 24. Januar 1988 die „Mozart-Woche“ feiern.
Höhepunkt war eine große Ausstellung im Kurhaus mit über
300 Ausstellungsstücken und Memorabilia zu Leben und Werk Wolfgang Amadeus Mozarts.
03.10.1993:
Peter Schreier – eine Tenor-Legende. Er erwarb sich vor allem als Mozartsänger internationale Geltung. Unzählige Preise und Auszeichnungen folgten. Als Dirigent stand er auf den großen Bühnen mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Hamburger Symphonikern, dem Mozarteum-Orchester Salzburg und vielen anderen.
20.02.1994:
„Ich bin noch voll der Galle“. Das Duo Berthold Possemeyer und Till Krabbe (im Bild v. l.) verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft. Ein frech-heiteres Programm, das beim Publikum immer wieder für Beifallsstürme sorgt. Bei diesem Förderpreisträger-Konzert dreht sich alles um den Brief von Wolfgang an Leopold Mozart vom 09. Mai 1781 aus Wien.
Mozart war der erste große Komponist, der sich gegen eine Anstellung bei Hofe
entschied und sich somit den Zwängen der Obrigkeit entzog. Das freie Künstlertum – ein hohes Gut.
07.11.1995:
Im Rahmen einer Feierstunde wird die Preisträgerin geehrt. Der Mozart-Preis wurde der Künstlerin zuvor im Januar 1995 beim 6. Internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg verliehen.
23.06.1991:
Kultur war und ist alles andere als selbstverständlich. Der Mensch braucht die Kultur und umgekehrt.
Mozart - ein heimlicher Kompass! Er selbst hat dieses Vermächtnis hinterlassen . . .
























